knurr, kläff, beleidigung

Tüchtig, auf sechs pfoten klug verteilt, schreiten wir aus. Hund und ich. Unseres weges fürbass, sozusagen.

Schimmert in der ferne blau die uniform. Angeleint an einen anderen hund. Im dienst wohl unterwegs. Aber auch fürs geschäft.

Macht kehrt, der hundeführer im dienstlichen wams. Direkt auf uns zivilisten zu.

Auf selber höhe lässt hund, der meinige, einen knurr und einen kläff. „nicht gut“, sagt polizeihund-herrchen. Könnte einem fussgänger, dem harmlosen, angst bereiten.

„kann nicht“, sag ich. Wenn spazierer, jogger oder radelnde radler uns begegnen, lass ich hund absitzen. Da gibt’s auch kein kläff und knurr, alldieweil er die raue stimme nur gegen seinesgleichen erhebt. Wenn überhaupt.

Hat was mit seiner biografie als strassenhund zu tun, bemüh ich mich um  erklärung. bleibt mir das beamtete ohr verschlossen. Er habe angst vor meinem hund.

Angsthaber trägt links am gürtel eine gaspatrone und rechts die schusswaffe. Sag ich: „musst keine angst haben, bist doch so schön bewaffnet.“: weil: hundehalter duzen sich. Wie bergsteiger auch, zum beispiel.

Sieht meister der klamotte nicht so. besteht auf „sie“. Nehm ich hoppla-hurtig korrektur vor: „sie müssen keine angst haben. Sie sind doch so schön bewaffnet.“

Immerhin, waffe und gas bleiben im halfter. Aber hunde-freund und helfer droht mir mit einer anzeige. Sag ich: „sie sind mir aber mal ein wichtigtuer.“ Fühlt er sich beleidigt.

Ich find dann doch noch den zunächst zuhause vermuteten personalausweis. Notiert er sich die wesentlichkeiten und fragt nach beruf und familienstand. Geschieden, gesteh ich und verkneif mir die frage, ob er mir darob einen antrag machen will. Wäre eh eine schlechte partie – jobtechnisch nämlich ziemlich tot-rote hose auf’m kontoauszug. Obwohl: telefon-nümmerchen wollte er auch…

Verabschiedet sich. Nicht endgültig. „sie werden von mir hören.“ Sag ich: „wenn’s ihnen dann besser geht.“ Aber er meint, es gehe ihm danach nicht besser. Versteh ich nicht, warum er in diesem fall trotzdem nochmal kontakt aufnehmen will.

Liegt jetzt indes eh bei ihm. Hab ich in meiner aufregung ganz vergessen, ihn nach seinem familienstand und seiner nummer zu fragen. Vom sicherlich schnuckeligen namen ganz zu schweigen.

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